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Du frägst dich , woher genau?

Die Lagen: Am Kreuzloh bei Bernstein, die Peunt, die Bedeutung der Flurnamen

Du frägst dich , woher genau?

Carnica-Bienen, Dadant-Beuten, Imkern im rauen Mittelgebirgsklima

Du frägst dich , woher genau?

Laboranalyse jeder Charge, Rückverfolgbarkeit per QR-Code, Überleitung in den Shop

Steckbrief

Höhenlage

Unsere Standorte sind alle im Fichtelgebirge und liegen auf Höhen zwischen 580 bis 610 m ü. NN

Biene

Carnica

Standorte

Aktuell betreiben wir 3 Standorte

am Kreuzloh | am Rauscherberg | Rauschensteig

Beuten

Dadant

Völker

pro Standort platzieren wir bis zu 10 Wirtschaftsvölker

Gründung

Ich imkere seit 2021, fichtelbee habe ich 2025 gegründet

Unsere Werte

Wir arbeiten ressourcenschonend und im Einklang mit der Natur. Unser Anspruch ist ein achtsamer Umgang mit den Bienen und mit dem, was sie uns überlassen. Dabei verbinden wir bewährtes imkerliches Handwerk mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, damit sich in jedem Glas die Landschaft des Fichtelgebirges wiederfindet.

  • Behandlung der Völker ausschließlich mit organischen Säuren, ohne chemisch-synthetische Mittel
  • Höchstens zehn Völker je Standort, damit jede Lage ihren eigenen Honig hervorbringt
  • Standortreine Ernte: jeder Honig stammt aus genau einer Flur mit historisch belegtem Namen
  • Wir ernten nur reifen Honig und prüfen den Wassergehalt jeder Charge
  • Schonende Verarbeitung und Abfüllung ohne unnötige Wärme
  • Rückverfolgbarkeit bis zur einzelnen Charge, mit Analysewerten, die wir offenlegen

Unsere Bienen

Wir imkern ausschließlich mit der Carnica, der Kärntner Honigbiene. Sie ist in den Alpen und im Südosten Europas zu Hause und kommt mit rauen, wechselhaften Lagen gut zurecht. Im Winter sitzt sie sparsam und zehrt wenig. Im Frühjahr baut sie sich rasch auf, sobald die ersten Trachten blühen. Wird das Angebot knapp, schränkt sie ihr Brutgeschäft von selbst ein. Und sie ist sanftmütig, was die Arbeit an den Völkern ruhig und gelassen macht.

Für eine Imkerei im Fichtelgebirge mit langen Wintern und spätem Frühling ist das keine Modefrage, sondern eine Frage der Eignung.

Unsere Beuten

Unsere Bienen leben in Dadant-Beuten. Der Brutraum ist groß und ungeteilt. So kann das Volk sein Brutnest so anlegen, wie es seiner Natur entspricht, und überwintert auf einer einzigen Zarge. Das bedeutet weniger Eingriffe, weniger Störung und ruhigere Völker.

Den Honig ernten wir ausschließlich aus den flachen Honigräumen über dem Brutraum. Dort lagern die Bienen nur Honig ein. Das ist die Voraussetzung dafür, dass jedes Glas sauber einer Lage und einer Ernte zugeordnet werden kann.

Unsere Lagen

Jeder unserer Honige trägt den Namen der Flur, in der er entstanden ist. Wir verwenden keine erfundenen Produktnamen, sondern historisch belegte Flurnamen: am Kreuzloh südlich von Bernstein, am Rauscherberg oder Rauschensteig.

Unser Weg zu Naturland

Wir haben uns entschieden, fichtelbee nach den Richtlinien von Naturland zu bewirtschaften. Naturland gehört zu den Öko-Verbänden, deren Vorgaben über das gesetzliche EU-Bio-Niveau hinausgehen. Die Umstellung wollen wir im Herbst 2027 beginnen. Erst nach Ablauf der Umstellungszeit darf unser Honig das Naturland-Zeichen tragen.

Bis dahin ist unser Honig kein Bio-Honig, und wir sagen das offen. Vieles setzen wir aber schon heute um: Wir behandeln unsere Völker ausschließlich mit organischen Säuren, beschneiden keine Flügel und stehen bereits mit der Naturland-Beratung im Austausch.

Transparenz und Analytik

Jede Ernte bildet bei uns eine eigene Charge. Wir lassen jede Charge im Labor untersuchen, unter anderem auf Wassergehalt, Frische und botanische Herkunft. Über den QR-Code auf dem Glas findest du die Werte deiner Charge.

Den Charakter eines Honigs beschreiben wir in vier Stufen, von hell bis dunkel: Offenlicht, Streiflicht, Halbschatten, Dämmerung.

Wo die Waldimker zu Hause waren

Das Fichtelgebirge war einst eines der Zentren der Zeidlerei, der mittelalterlichen Waldimkerei. Neben dem Nürnberger Reichswald gehörte es zu den wichtigsten Zeidelgebieten, denn gerade die Nadelwälder galten als besonders günstig für die Bienenhaltung. Das Wort erzählt noch vom Handwerk: „zeideln" heißt, die Honigwaben aus dem Stock zu schneiden.

1398 setzte Burggraf Johann III. von Nürnberg in Weißenstadt ein eigenes Zeidelgericht ein, zuständig für das ganze Fichtelgebirge. Wer in den burggräflichen Wäldern zeideln wollte, musste dort zuerst eine Zeidelweide pachten. Diese Weiden wurden als Lehen vergeben, konnten vererbt und verkauft werden, und als Abgabe war meist Honig fällig. Wer einen Bienenstock aufbrach, wurde behandelt wie ein Kirchenräuber. Den Vorsitz führte der Forstmeister, die Beisitzer wählte man aus den Reihen der Zeidler selbst. Bis ins 16. Jahrhundert, nach Angaben der Heimatpflege bis 1571, tagte das Gericht

Die Zeidler hielten ihre Bienen nicht in Kästen, sondern in lebenden Bäumen, hier im Fichtelgebirge vor allem in Kiefern. In etwa zweieinhalb bis drei Metern Höhe hieben sie eine Höhlung in den Stamm, das Flugloch nach Süden oder Südosten ausgerichtet. Die Beutenbäume wurden mit Zeidelzeichen markiert, mit Kreuzen, Quadraten oder Halbmonden. Wer ein solches Zeichen entfernte, wurde schwer bestraft.

Mit den Kriegen des 16. und 17. Jahrhunderts und der fortschreitenden Rodung der Wälder ging die Zeidlerei zurück. Vergessen ist sie nicht: Nur wenige Kilometer nördlich von Wunsiedel liegt das Zeitelmoos, ein Wald- und Moorgebiet, dessen Name bis heute an die Zeidelwälder erinnert.

Was uns daran bewegt: Schon die Zeidler arbeiteten mit fest zugeordneten Flächen. Jede Zeidelweide war einem Zeidler als Lehen verliehen, abgegrenzt und mit eigener Abgabe. Wenn wir unsere Honige heute nach historischen Flurnamen benennen und jede Lage für sich ernten, knüpfen wir an diesen Gedanken an: Honig gehört zu dem Ort, an dem er entsteht.

Quellenhinweis 
F. W. Singer, in: „Sechsämter Land", Beilage der Sechsämter Neuesten Nachrichten, Jg. 1, Nr. 9, 5. August 1950; Nachdruck als „Vom alten Zeidelwesen im Fichtelgebirge und dem Weißenstädter Zeidel-Gericht", Bürgerbote, 4. Juli 2020. Heimatpflege Wunsiedel, Ortsartikel Weißenstadt.

Wer hinter fichtelbee steht

Ich bin Burkhard Dlugosch und lebe mit meinen Bienen in der Nähe von Wunsiedel im Fichtelgebirge.

Zur Imkerei bin ich vor ca. 6 bis 7 Jahren gekommen, und seitdem lässt mich die Frage nicht mehr los, wie sehr ein Honig nach dem Ort schmeckt, an dem er entsteht. Im Jahr 2025 habe ich die Imkerei "fichtelbee" gegründet

Meine Carnica-Völker stehen in Dadant-Beuten auf wenigen, sorgfältig ausgewählten Lagen, und jede Ernte fülle ich getrennt ab. fichtelbee ist bewusst klein: Ich kenne jedes Volk, jeden Standort und jedes Glas, das meine Imkerei verlässt.

Mein Ziel ist ein Honig, der ehrlich zeigt, woher er kommt, und eine Imkerei, die der Landschaft mehr gibt, als sie ihr nimmt.